Jubiläum der Schwabstedter Orgel

Jun 24th, 2010 | By | Category: Archiv

Feierliche Umbenennung in „Nicolaus-Bruhns-Orgel“ mit einem Konzert von Matthias Eisenberg

Matthias Eisenberg an der Bruhns-Orgel

Mit einem Konzert des weltbekannten Organisten Matthias Eisenberg aus Sachsen wurde das 30 jährige Jubiläum der Schwabstedter Orgel gefeiert. Vor ausverkaufter Kirche zeigte Matthias Eisenberg was in ihm – und der Orgel steckt.

Vor 30 Jahren wurde die Schwabstedter Orgel von der Firma Neuthor aus Kiel neu gebaut, „unter Verwendung von Pfeifen und Materialien der Vorgänger Orgeln bis zu der, an der schon Nikolaus Bruhns im 17. Jahrhundert gespielt hat“, erläuterte der Schwabstedter Organist Klaus Kassner in seiner Begrüßung. Zu Ehren des berühmten Schwabstedter Komponisten trägt die Orgel jetzt den Namen „Nicolaus-Bruhns-Orgel“. Teile des Rückpositivs mit seinen Schnitzereien sind noch von der Orgel erhalten, die einst der Schwabstedter Bischof Herzog Ulrich seiner Kirche im Jahre 1615 stiftete. An dieser Orgel lernte Nicolaus Bruhns das Orgelspiel von seinem Vater, bevor er über Lüneburg und Kopenhagen als Organist nach Husum kam. Da durfte beim Jubiläum der Schwabstedter Bruhns-Orgel natürlich auch ein Stück von Bruhns nicht  fehlen.

Matthias Eisenberg entlockte der Bruhns-Orgel Klänge, die so dort noch nicht zu hören waren. Die Besucher zeigten sich begeistert, es gab mehrfach standing ovations. Und bei den Improvisationszugaben nach der Pause spielte sich Eisenberg in einen regelrechten Rausch. Da kamen selbst Jazzlegende Michael Naura aus Hollbüllhuus die Tränen der Rührung über so viel Genialität. Altbürgermeister Heinrich Thomsen fasste es in einem Satz zusammen: „So etwas habe ich hier noch nie gehört.“

Comments are closed.